Ich war in der Fremde in mir fremden Häusern unter all diesen Menschen, die ich kenne, irgendwie kenne. Doch zwischendurch glitt ich allein für mich im Dunkeln durch samtweiches Wasser, ich stand auf Zehenspitzen in der Mitte eines Sees, betrachtete die Wolkenschwaden, die noch in den schwarzen Bäumen hingen, Reste des Regentages, und von ferne erklang ganz leise Musik. Von ferne, glücklicherweise.
Der Sommer, in dem es jeden Abend gewitterte. In dem ich nur noch ausklingen ließ, statt zu arbeiten. In dem ich es einfach ließ zu schreiben. In dem ich viele Geschichten hörte. So viele. Und in dem ich wieder nicht wusste, ob ich eigentlich langsam bin oder schnell.
Das Pikorua in meiner Haut.
Wenn in zwei Wochen soviel geschieht, dass es für ein Jahr reicht. Wenn Dinge auf Messers Schneide stehen.
Meine Ungeduld vs. meine Geduld.
Die Stadt war so laut und eng wie klein. Der Frühstückssaal war ein Schlachtfeld.
Innere Ausrichtung auf drei Ereignisse. Morgen.
Plötzlich fehlte mir der Atem, um den Endspurt für diese Woche hinzulegen.
Wie ich an diesem Tag einen Sieg gegen meine eigenen Schwächen errang. Durch psychologische Entzaubertricks, durch Umlegen des Endlosredeschalters, durch Anspannen der Saiten, auch durch Mut zum Angriff. Ein Witzchen hier, ein Witzchen da.
Und der Glaube, aber der Glaube, ist so wichtig wie auf einem Segelschiff im Sturm.
Ich schreibe nun wie im Traum formelle und formlose Anträge auf Vertragsauflösung.
Es ist nicht, als sei ein Gewicht von meinen Schultern genommen. Es fühlt sich vielmehr an, als sei eine Metallplatte 25x50cm aus meinem Rücken entfernt worden. Entfernung von Komplexität.
Ich strebe nach Klarheit.
Der Duft alten Holzes. Geruch von Tang und Salz.
Silberstaub. Außen Chaos, innen Ruhe.
Die große Wellenmaschine. Tiden von Sonne und Nebel.
Die Stille eines Krankenhauses. Öliger, dunkler, warmer Port.
